Donnerstag, 3. Januar 2008

Fundsache: Handschriftlich im Bucheckel Blut (von Waldemar Bonsels) aus der Mannheimer Werkbibliothek der städtischen Betriebe

Heiß war die Hölle in Buchenwald
Dachau dem Tod entronnen
Jakob R. aus Neunkirchen Saar
10 lange Jahre diese Menschenschinderei
auf dem Weg zur Heimat, Servus 23. Mai 1945
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Lasset Liebe unter die Menschen wieder einkehren
und alles wird wieder gut!
Mannheim im Bunker 29. Mai 1945
Richard ? aus Kirchheim Bolanden,
gewesener KZ Häftling in Weimar-Buchenwald.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Fundsache: Arbeitsbiographie

Seine Lehre als kaufmännischer Lehrling bei S.AWERBUCH
Galanteriewaren und Toilettenartikel in Mannheim, begonnen im Mai 1922
wurde wegen Geschäftsaufgabe im April 1924 unterbrochen. Zwar beendete er diese erfolgreich -er war ja später als selbständiger Kaufmann tätig- doch sind hierfür keine Dokumente vorhanden.
Es ist an zu nehmen, dass er seine Weiterbildung und seinen Kriegsdienst in der Tschecheslowakei absolvierte, da er durch seinen Vater tschechischer Staatsbürger war.
Die Original Papiere über Zwansarbeit, Inhaftierung und andere Arbeitsstellen wurden mit den Unterlagen nach Frankreich überstellt, bzw. sind bei der bearbeiteten Stelle für Entschädigungen spurlos verschwunden.

Die Arbeitsstelle bei DEUTSCHE STEINZEUGWARENFABRIK für Kanalasation und Chemische Industrie in Mannheim-Friedrichsfeld von 1940 bis 1942, bei der als Werkstattschreiber tätig war, hat er auf eigenen Wunsch aufgegeben.

Im November 1942 wurde er bei ESCH & CO MANNHEIM als Lagerbuchhalter eingestellt. Durch einen Bombenangriff wurden die Lager fast vollständig vernichtet. Sein Arbeitsfeld verlagerte sich daraufhin, bis zur Dienstverpflichtung am 19. April 1944, in den Einkauf.
Vom 19. April bis 30. September 1944 wurde er an Westfront überstellt.

Vom 1.Oktober 1944 bis 5. März 1948 befand er sich in französischer Kriegsgefangenschaft

Dienstag, 31. Juli 2007

Verlust von Autentität

Die SUCHE nach DOKUMENTEN

verloren-------------- verschwunden--------------------vermisst
versteckt
vergessen------------------------------------------ Vernichtete!!!


Samstag, 28. Juli 2007

Montag, 9. Juli 2007

Noch gar nicht so lange her:
wir erfuhren:
die Filbinger Trauerrede
-wurde nach einer Auseinandersetzung innerhalb der Baden-Württembergischen Regierungszentrale gehalten.
- Die Berater unseres Ministerpräsidenten haben bis kurz vor der Feier um die rechte Wortwahl gerungen, doch die ewig Erzkonservativen hätten sich durchgesetzt.

-der katholische Weihbischof Rainer Klug am Ende seines Versuches den (ehemaligen,
abgetretenen, katholischen) Ministerpräsidenten zu würdigen und den Schatten der Vergangenheit Filbingers zu verarbeiten, äußerte dass „der Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Liebe willen sollten Historiker diesen Aspekt nicht herausheben“.

--dass der Schriftsteller Rolf Hochhuth jene von Filbinger verdrängte Zeit 1978 wieder öffentlich gemacht habe. Die Klage des gegen ihn damals angestrengten Zivilprozesses, - das Landgericht Stuttgart sollte Hochhuth untersagen, Herrn Filbinger weiter als „Hitlers Marinerichter“ und als „furchtbaren Juristen“ zu bezeichnen- wurde am 13. Juli 1978 abgewiesen. Am 7. August, trat er als Regierungschef zurück.

--von der Leipziger Volkszeitung, dass Ralph Giordano/Schriftsteller Einblick in die Akte Filbinger hatte und Herr Giordano teilt uns u. a. mit, dass Filbinger vielfach an Todesstrafen teilgenommen hat, eine davon sogar noch nach der Kapitulation.

Ich trauere um all die wegen ihres aufrichtigen Gewissens verurteilten/hingerichteten sogenannten Dessateure
Ich trauere um alle Opfer des Nationalsozialismus und fühle mit den Hinterbliebenen der Opfer und Täter, die das Geschehene in das wahrhaftige historische Licht stellen und verarbeiten sollten um eine Wiederholung zu verhindern! Von einem Schleier des Vergessens halte ich gerade aus den vom Weihbischof genannten Gründen gar nichts. Sie dienen weder denen die schuldig wurden (aus welchen Gründen auch immer) noch denen die Schaden nahmen.
Ich schäme mich der Einstellung unseres Ministerpräsidenten, des Landtagsfraktionschefs Stefan Mappus, des Landesvorsitzenden der Jungen Union Steffen Bilger, des Vorsitzenden der
baden-württembergischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Georg Brunnhuber,des
ehemaligen Kultus/Finanzministers Gerhard Mayer-Vorfelder und ungenannte
CDU-Politiker, die weiterhin die Rede für angemessen halten.

Familie Wertheim

Ver(lorene)

Ver(steckte)

Ver(schwundene)

Ver(nichtete)


DOKUMENTE - FAMILIE



Aufnahmezeitraum etwa 1890-1900 vermutlich Stupava (Stampfen). Wir können davon ausgehen, dass die Familie Modebewußt war. Wo sie ihre Kleidung herbezogen ist noch unbekannt


Donnerstag, 5. Juli 2007

Organisation Todt

Am 15. April 1944 wurde Harald von der Firma Esch & Co der Firma Lenz & Co., Baufirma in Frankfurt überstellt.




Die "Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. AG",

Zweigniederlassung Frankfurt a. M. schreibt ihm 1950, dass die betreffenden Arbeitspapiere an die O.T.-Paris abgegeben wurden.